Fotografie – Selfies in der Art Gallery?

Shownotes

Die Fotografie hat in den letzten 30 Jahren einen großen Wandlungsprozess durchlaufen. Besonders die Etablierung der Digitalfotografie und der massenhafte Einzug der Handyfotografie ins Alltagsleben der Menschen hat für weitreichende Veränderungen gesorgt. Darum und um Orientierungsgrößen für das Studium geht es in dieser Folge im Gespräch von Rainer Funke mit Gisela Scheidler und Wiebke Loeper.

Gisela Scheidler arbeitet seit Anfang der siebziger Jahre investigativ als Bildjournalistin in den Bereichen Avantgarde-Kunst (Fluxus) und Theater, sowie zu Themen unserer Alltagsrealität und unserer politischen Wirklichkeit. Sie hat für das ZEITmagazin, den Spiegel, das artMagazin und den Stern umfangreiche Titelgeschichten und Reportagen im In- und Ausland fotografiert, sowie etliche Bücher veröffentlicht (z.B. „Hamlet in Hamme“, Suhrkamp 1977). Ihre Bilder wurden in zahlreichen Einzelausstellungen gezeigt (Paris, Florenz, Lucca, Lissabon), beispielsweise: „Die Bilder von der Kaugummimaschine“ im Museum Bochum, Galerie Poll Berlin, Kunstamt Kreuzberg, Kunstverein Hamburg 1975, sowie das fotografische Environment „Mauern“ im Neuen Berliner Kunstverein 1977, und „Menschentheater“ in der Akademie der Künste Berlin 2007. Ab 1988 war sie Professorin an der FH Dortmund für Freie Fotografie und von 1994 bis 2006 Professorin für Fotografie im Fachbereich Design in Potsdam.

Wiebke Loeper begann 2001 zu unterrichten – erst als Dozentin für Portrait- und Modefotografie bei „Best-Sabel“ Berlin, dann an der Schule am Schiffbauer Damm (heute Neue Schule für Fotografie) und seit 2008 als Professorin für Fotografie im Fachbereich Design an der Fachhochschule Potsdam in direkter Nachfolge zu Gisela Scheidler. Als Gast unterrichtete sie im Master of Fine Arts Photography Program an der University of Hartford in den USA. Sie studierte Künstlerische Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Arno Fischer und Joachim Brohm, ist Meisterschülerin, assistierte Sibylle Bergemann und gründete bereits während des Studiums mit Freunden das „lux fotografenbüro berlin“. Fortan arbeitete sie als selbstständige Fotografin, anfangs vor allem für Lifestyle-Magazine wie Marie Claire Japon und Esquire. Neben Ausstellungen bilden Künstlerbücher den Schwerpunkt ihrer Arbeit. In Folge erschienen ihre Bücher „Hello from Bloomer“, „Lad“, „MOLL 31“ und „Gold und Silber lieb ́ ich sehr“. Ihr Fokus in der Fotografie richtet sich auf gesellschaftliche Transformationsprozesse mit ihren biografischen Bezügen. Wiebke Loepers Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen national und international gezeigt.

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